Globale Geschäfte, globale Verantwortung

Die aktuellsten Nachrichten und Informationen zur Konzernverantwortungsinitiative.

Kurz worum es geht: Konzerne sollen ihre Risiken bezüglich Mensch und Umwelt prüfen, entsprechende Massnahmen zur Beseitigung dieser Risiken treffen und darüber Rechenschaft abgeben ("prüfen, handeln, berichten"). Weitere Informationen im untersten Text.

Argumente für die Initiative

11. Januar 2017

Zusammenfassung:

Bedauerlicherweise empfiehlt der Bundesrat die Initiative abzulehnen. Im Grunde genommen ist der Bundesrat mit den Anliegen der Initiative einverstanden. Jedoch empfiehlt er die Initiatve abzulehnen aus den folgenden Gründen:

  • die geforderten Massnahmen führen zu einer strengeren Rechtsordnung als im Ausland
  • der Wirtschaftsstandort Schweiz würde gefährdet sein
  • es gibt einen Aktionsplan zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.

>> zur Mitteilung des Bundesrates

Die Argumente der Initianten:

  • Sowohl Frankreich als auch Deutschland werden in den nächsten Jahren ähnliche Sorgfaltspflichten einführen wie es die Initiative fordert
  • Die Ablehnung hat gravierende Folgend für Opfer von Menschenrechtsverletzungen und Unternehmen, die sich für faire und sozial nachhaltige Organisationsstrukturen einsetzen, leiden darunter
  • Der Aktionsplan des Bundesrates enthält keine einzige neue verbindliche Massnahme zur Umsetzung des Ziels (mehr gesellschaftliche Verantwortung durch Unternehmen).

>> zur Medienmitteilung der Initiaten

 

 

Die Initiative wurde eingereicht!

Am Montag, 10. Oktober 2016, konnte die Konzernverantwortungsinitiative mit über 120'000 Unterschriften in Bern bei der Bundeskanzlei eingereicht werden.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung.
In der Pressemappe finden Sie zudem noch genauere Erläuterungen dazu, wieso es die Initiative braucht und eine Erklärung zum Initiativtext.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite: konzern-initiative.ch

Daneben hat die Konzerninitiatve ein neues Logo! Damit soll noch mehr darauf hingewiesen werden, dass echte Schweizer Qualität für den Schutz von Mensch und Umwelt stehen soll.

© Fotografie martinbichsel.ch

Die Initiative ist zustande gekommen!

In knapp einem Jahr ist die Konzernverantwortungsinitiative zustande gekommen: Insgesamt wurden bisher 140‘000 Unterschriften gesammelt. Das war nur möglich dank dem Engagement unzähliger engagierter Menschen und einer historischen Koalition, die heute aus fast 80 Organisationen, darunter StopArmut, besteht. Jede Unterschrift, jede Materialbestellung und jeder Spendenfranken hat zu diesem Zwischenerfolg beigetragen. Herzlichen Dank!

Das war jedoch nur die erste EtappeJetzt geht die Arbeit weiter: Im Herbst wird die Initiative offiziell eingereicht. Danach beschäftigen sich Bundesrat und Parlament mit der Initiative, bevor dann die Volksabstimmung stattfindet. Nimmt die Stimmbevölkerung die Konzernverantwortungsinitiative an, müssen sich Schweizer Konzerne endlich auch bei Ihrer Auslandtätigkeit darum kümmern, dass keine Menschenrechte verletzt werden und die Umwelt intakt bleibt.

Bis dahin braucht es noch viel Überzeugungsarbeit und Engagement. Der Verein Konzernverantwortungsinitiative beginnt deshalb bereits heute mit den Vorbereitungen für die kommenden Phasen. Nun werden Argumente aufbereitet, Informationsmaterial bereitgestellt, Veranstaltungen organisiert, regionale Komitees aufgebaut und weitere Unterstützende gesucht.

Bleiben Sie dran: Abonnieren Sie noch heute den Newsletter der Konzernverantwortungsinitiative auf konzern-initiative.ch oder melden Sie sich bei info(at)konzern-initiative.ch wenn Sie sich in Ihrer Region engagieren möchten. Auch weiterhin zählt: Jede helfende Hand trägt dazu bei, dass die Konzernverantwortungsinitiative zur Erfolgsgeschichte wird! StopArmut wird Sie auch weiterhin durch den Newsletter (hier abonnieren) und auf dieser Seite auf dem Laufenden halten.

 

Weitere Informationen:

Warum engagiert sich StopArmut für die Initiative?

Warum StopArmut diese Initiative unterstützt?

Als christliche Organisation sind wir der Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht hat, frei und in Würde zu leben. Wir stellen uns daher gegen jede Form der Ausbeutung von Menschen durch Menschen. Wir betrachten die Erde als ein Geschenk Gottes. Wir sollen ihr Sorge tragen und diesen Lebensraum vor Zerstörung schützen.

StopArmut bezieht sich ursprünglich auf den Micha-Aufruf (siehe Leitbild). Hinter diesem Aufruf stehen weltweit über 800 christliche Organisationen. In diesem gemeinsamen Manifest steht u. a.:

"Von nationalen und internationalen Verantwortungsträgern verlangen wir Rechenschaft bezüglich ihrer Verpflichtung, sich für eine gerechtere und barmherzigere Welt einzusetzen. Um dieses Anliegen zu verwirklichen arbeiten wir mit anderen, gleich gesinnten Menschen zusammen" (freie Wiedergabe aus dem Kursbuch Just People?).

Mit unserem Engagement für die Konzernverantwortungsinitiative setzen wir das Anliegen des Micha-Aufrufs um. In Zusammenarbeit mit über 80 Organisationen verlangen wir folgendes: Konzerne sollen ihre Risiken bezüglich Mensch und Umwelt prüfen, entsprechende Massnahmen zur Beseitigung dieser Risiken treffen und darüber Rechenschaft abgeben ("prüfen, handeln, berichten", siehe Infobroschüre).