StopArmut-Preis

Der StopArmut-Preis wurde 2016 zum sechsten Mal verliehen.
Der Preis prämiert Aktivitäten und Werke von Menschen, die sich für die Sensibilisierung der Schweizer Bevölkerung bezüglich Gerechtigkeits- und Armutsthemen engagieren oder sich aktiv für die Armutsbekämpfung einsetzen. Mit der Vergabe des StopArmut-Preises sollen Christinnen und Christen motiviert werden, noch stärker für globale Gerechtigkeit einzustehen.
Der Preis ist jeweils an das Thema der jährlichen StopArmut-Konferenz angelehnt und in verschiedenen Kategorien vergeben.
Die Einreichungen werden von einer kompetenten Preis-Jury evaluiert, welche sich aus verschiedenen Persönlichkeiten zusammensetzt, die über unterschiedliche Kompetenzen und Leistungsausweise in den Preiskategorien verfügen.

Lesen Sie nach, wer in den letzten Jahren die Preise in den verschiedenen Kategorien gewonnen hat. Die Einreichungen der Preisträger/-innen sind meist auch in ausführlicher Form erhältlich und wir möchten Sie einladen, sich Zeit zu nehmen und durch die spannenden Beiträge durchzustöbern!

Die aktuellen Preisträger und -trägerinnen

Predigt-Preis 2016

Zum Thema Migration gewann 2016 Michel Sommer mit der Predigt "Nous sommes tous des migrants!" den StopArmut-Preis.

Kurze Zusammenfassung der Predigt:
Les migrations ont une grande place dans la Bible. Israël devait se souvenir d'être né sans terre et d'avoir connu les exils. Les chrétiens et les Eglises de même, comme "étrangers et voyageurs". L'identité juive et chrétienne est en partie une identité de migrants et de réfugiés. Il nous faut le (re)découvrir, pour comprendre le phénomène des migrations, pour déconstruire certains discours xénophobes, pour être solidaire en Eglise.
» PDF der Predigt (deutsch)
» Predigt auf LifeChannel hören, gehalten an Konferenz durch Frieder Boller (Bienenberg)
» PDF der Predigt (français)
» Dazugehörige PowerPoint Präsentation (.pptx)

Kreativ-Preis 2016

© Ursula Zurbrügg

Zum Thema Migration gewannen 2016 gleich zwei Werke den StopArmut-Preis.
Ursula Zurbrügg gewann mit den Bildern "Afghanische Flüchtlinge".

Beschreibung:
Es geht in den Werken um den Schnittpunkt von sichtbarem und unsichtbarem, von erlebtem und gefühltem. Die Bilder zeigen einerseits die gegenwärtige Realität, andererseits das individuelle Erleben. Entstanden sind die Bilder durch die täglichen Begegnungen mit den beiden jungen Flüchtlingen, die bei der Künstlerin wohnen. Das führte dazu, dass sie während dem Arbeiten im Atelier gefühlsmässig sehr nahe waren und die Themen Kultur, Traumata, Hoffnung und Verzweiflung beim Malen gegenwärtig waren.
Webseite der Künstlerin

Kreativ-Preis 2016

© Kjersti Sandstø

Zum Thema Migration gewannen 2016 gleich zwei Werke den StopArmut-Preis.
Kjersti Sandstø gewann mit der Performance: 3 Milliarden.

Beschreibung:
Die Weltbank hat eine Messung über die Ärmsten der Welt gemacht, und die verdienen weniger als 2 Dollar pro Tag. Total gibt das weltweit 3 Milliarden Menschen. Wie können wir am besten diesen Menschen helfen? Kann Massenimmigration helfen die weltweite Armut zu reduzieren?
Mit diesen Fragen und Zahlen hat sich die Künstlerin auf den Weg gemacht eine Performance zu choreografieren, die das Thema Migration/Armut provokativ und tänzerisch umsetzt. Mit Hilfe von Video und theatralischen Momenten versucht die Künstlerin den Zuschauer aufzufangen. Analysen und Bewegungen schmelzen auf einer emotionalen Ebene zusammen.
Webseite der Künstlerin

Projekt-Preis 2016

Zum Thema Migration gewannen 2016 gleich zwei Projekte den StopArmut-Preis. Die Reformierte Kirche Uster gewann mit ihrem Projekt "Treffpunkt Küche".

Beschreibung:
Interkultureller Koch- und Begegnungsabend. Unter der Leitung von MigrantInnen/Flüchtlingen kochen interessierte Einheimische in diesem Kochkurs Spezialitäten aus verschiedenen Ländern. Anschliessend wird das Essen gemeinsam mit den Familien genossen. Darbietungen von Musik, Tanz oder anderen kulturellen Eigenheiten runden den Anlass ab. Aus diesen Koch- und Begegnungsabenden heraus entstehen immer wieder neue Catering-Aufträge für Feste von Einzelpersonen, von Firmen oder von Teams an Schulen oder bei Behörden.
Webseite




Projekt-Preis 2016

Zum Thema Migration gewannen 2016 gleich zwei Projekte den StopArmut-Preis.Die Organisation OM Schweiz gewann mit ihrem Projekt "Na(c)hbar".

Beschreibung:
Na(c)hbar ist eine Arbeitsgruppe, die das Anliegen hat, die persönliche Beziehung und Nähe zu Migrantenfamilien in Winterthur-Seen zu suchen, aufzubauen und zu pflegen. Als das Team 2007 mit wöchentlichen Kindernachmittagen startete, waren sie überrascht, dass fast ausschliesslich Kinder mit Migrationshintergrund am Programm teilnahmen. Es entstanden gute Freundschaften zu diesen Familien. Durch die Besuche wurde dem Team aber auch bewusst, dass vor allem die Frauen oft sehr einsam und schlecht integriert sind. Daraus entstand 2013 das Projekt “Fairputz” wo Reinigungsfachkräfte zu einem fairen Einkommen in Privathaushalte vermittelt werden. Heute runden verschiedene Konversations- und Deutschkurse, Kinderprogramme, persönliche Gespräche, Nachbarfeste und Sommerferienangebote das Angebot ab, alles mit dem Ziel, den ausländischen Nachbarn Freundschaft anzubieten, sie in ihren Nöten zu unterstützen und sie zu Gott hinzulieben.
Webseite