Klimafasten

Vom 26. Februar bis zum 11. April, kannst du deinen eigenen Verbrauch reduzieren und zu einer schöneren Welt beitragen. Mach mit, denn: Dein Verzicht - ein Gewinn für andere!

Alle Infos zur Durchführung findest du auf www.klimafasten.stoparmut.ch

Klimafasten 2020 und das StopArmut-Jahresthema Wasser

In diesem Kampagnenjahr 2020 beschäftigt sich StopArmut schwerpunktmässig mit dem Thema Wasser. Sauberes Wasser ist seit 2010 ein Menschenrecht. Und doch hat rund ein Viertel der Weltbevölkerung keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wasser bedeutet Leben und in der Bibel finden sich dazu unzählige Bezüge. «Wo das Wasser endet, endet auch die Welt», heisst ein Sprichwort aus Usbekistan. Wasser kann als elementarste Herausforderung des 21. Jahrhunderts gesehen werden, denn bis 2030 wird der weltweite Bedarf an Wasser die weltweiten Vorkommen voraussichtlich um 40% übersteigen.

Die aktuelle Klimadebatte hat daher starke Bezüge zur globalen Wasserkrise. Der Klimawandel führt zu zunehmenden Wetterextremen. Ganze Regionen und Länder leiden an wiederkehrenden Dürren oder zunehmenden Überschwemmungen. Davon ist auch die Schweiz mehr und mehr betroffen auch wenn sie noch den Ruf als «Wasserschloss Europas» geniesst.

Wasser als Schlüssel nachhaltiger Entwicklung

Die Wasserproblematik ist ein Schlüssel für die Erreichung der UN Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 (siehe spezifisch SDG 6) SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitärversorgung“ fordert bis 2030 nicht nur einen universellen und gerechten Zugang zu sicherem und erschwinglichem Trinkwasser für alle (SDG 6.1), Zugang zu angemessener und gerechter Sanitärversorgung und Hygiene für alle sowie ein Ende der Verrichtung der Notdurft im Freien (SDG 6.2), sondern auch die Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers und eine substanzielle Erhöhung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung (SDG 6.3).

Unser Fasten – unser Wasserfussabdruck

Damit diese Ziele erreicht werden können braucht es noch grosse Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft. Und trotzdem kann jeder*r auch einzeln etwas dazu beitragen und sich für die Thematik sensibilisieren. Unsere Konsum- und Produktionsmuster in der Schweiz spiegeln sich nicht zuletzt auch in unserem Wasserverbrauch. Der sogenannte Wasserfussabdruck zeigt wieviel effektives Wasser (Kochen, Waschen, Putzen etc.) und verstecktes «virtuelles Wasser» wir verbrauchen. Virtuelles Wasser wird indirekt konsumiert durch Waren und Dienstleistungen, welche aus dem Ausland eingeführt werden. So gerechnet verbrauchen Herr und Frau Schweizer*in rund 4200 Liter Wasser pro Tag wovon rund 82% aus dem Ausland stammen. Wenn Sie also während dem diesjährigen Klimafasten bewusst auf gewisse Ernährung und Ressourcen verzichten, senken Sie Ihren Wasserfussabdruck und den Wasserverbrauch an anderen Orten.

Das Klimafasten 2020 möchte Sie einladen sich bewusst mit dem eigenen CO2 Verbrauch auseinanderzusetzen. Als Symbolik und um dieses Fasten zu «messen» verwenden wir Wassertropfen, welche alle zusammen etwas in Bewegung setzen können wie ein Bach, der den gemeinsamen Baum zum Blühen bringt. Denn Wasser ist Leben. 

“Ein Fasten, das mir gefällt, sieht anders aus: Schafft jede Art von Unterdrückung ab! Teilt euer Brot mit den Hungrigen. Helft, wo ihr könnt und verschliesst eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen!” Gott in der Bibel (Jesaja 58, 7)

 

 

Eine von StopArmut koordinierte Aktion, unterstützt von Grüner Fisch und AKU.