A.1 (13:30 h) Mit Gewalt Verantwortung wahrnehmen?

Jakob Fehr, Deutsches Mennonitisches Friedenskomitee (dmfk.de) und Christian Peacemaker Teams (cpt.org)

Was können wir tun, um den IS zu bekämpfen, wenn wir den Weg des Friedens gehen wollen? Gibt es Möglichkeiten der Intervention, um Menschenleben zu retten? Wir diskutieren neue Ansätze in der Suche nach Alternativen zur „militärischen Option”: Schutzverantwortung („R2P“) und „Just Policing“.

Dr. James Jakob Fehr ist Friedensarbeiter des Deutschen Mennonitischen Friedenskomitees mit Sitz in Bammental/D. Er leitet Friedensseminare, bietet friedenstheologischen Unterricht an und arbeitet u. a. in einem Projekt des Christian Peacemaker Teams an der griechisch-türkischen Grenze.

 

A.2 (13:30 h) Israel/Palästina: gibt es einen gemeinsamen Weg?

Nina Ariely Zaugg, Mainstay (mainstaytours.com)

Wir diskutieren die wichtigsten historischen Fakten sowie die politische Situation, die das Zusammenleben beider Seiten bestimmen. Wir lassen uns von Menschen inspirieren, die über alle Mauern hinweg kleine Schritte zur Versöhnung wagen.

Nina Ariely Zaugg, ist Jüdin und Israelin und mit einem Schweizer verheiratet. Sie hat Wirtschaft studiert, investiert sich in Projekte mit Israelinnen/Israelis und Palästinenser/-innen und leitet am liebsten Begegnungs- und Studienreisen, um den Menschen alle Seiten ihres Landes zu zeigen und sie zu inspirieren.

 

A.3 (13:30 h) Waffenhandel und Menschenrechte

Patrick Walder, Amnesty International (amnesty.ch)

Keine Waffen für Staaten, die damit die Menschenrechte verletzen. Das verlangt der „Arms Trade Treaty“ (ATT), der Ende 2014 endlich in Kraft getreten ist. Was können wir tun, dass das Waffenhandelsabkommen konsequent umgesetzt wird? 

Patrick Walder ist Kampagnenkoordinator bei Amnesty International Schweiz und verantwortlich für die Bereiche Folter, Todesstrafe und Waffenkontrolle. Früher war er als IKRK-Delegierter in Asien und Afrika tätig; zuvor als Journalist in Zürich und Berlin.

 

A.4 (13:30 h) Kinder in bewaffneten Konflikten und Naturkatastrophen

Franz Böttcher, World Vision International (wvi.org)

In Krisen- und Konfliktsituationen gehören Kinder zu den emotional und physisch verletzlichsten Gruppen. Kinderschutzzonen („Child Friendly Spaces“) ermöglichen es ihnen, in sicherer Umgebung zu lernen, zu spielen und über gesunde Routinen den eigenen Heilungsprozess einzuleiten.

Präsentation (PDF)

Franz Böttcher interessiert sich seit langem für Kinderschutz in humanitären Kontexten. Bei World Vision koordiniert er seit 2015 ein Forschungsprojekt zu Kinderschutzzonen. Er studierte Public Management (BA) und Internationale Beziehungen (MA) und hat Arbeitserfahrung bei UN-OCHA, der GIZ sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

A.5 (13:30 h) Interreligiöse Friedensarbeit in Nige

Jochen Kirsch, Mission 21 (mission-21.org)

Immer wieder wird Nigeria erschüttert von Ausbrüchen interreligiöser Gewalt. Was sind die Hintergründe dieser Gewalt? Und wie lässt sich ihr begegnen?

Päsentation (PDF)

Jochen Kirsch ist seit einem Jahr Abteilungsleiter Internationale Beziehungen bei Mission 21, Basel. Zuvor war er unter anderem über 9 Jahre Programmverantwortlicher Nigeria und Teamleiter Afrika. Kirsch ist Theologe. Eines seiner Spezialgebiete ist der Themenzusammenhang von Religion und Entwicklung.

 

A.6 (13:30 h) Fairtrade Gold – Zeichen in konfliktivem Kontext

Markus Staub, Max Havelaar Stiftung (maxhavelaar.ch)

2014 lanciert Max Havelaar mit Gold das erste nicht landwirtschaftliche Produkt. Wie unterscheidet sich Gold von andern Fairtrade Produkten wie Bananen, Kaffee oder Blumen? Welche Handlungsoptionen eröffnen sich für engagierte Konsumentinnen und Konsumenten?

Päsentation (PDF)

Markus Staub studierte tropische Landwirtschaft. Während gut 10 Jahren war er als Biogemüsegärtner Co-Betriebsleiter einer landwirtschaftlichen Produzenten-Konsumentinnen Kooperative. Bei Max Havelaar verantwortete er 2000-2005 das Rosen Pilotprojekt. Heute arbeitet er vor allem zu Wirkungsmessung und Standardsetzung.

 

A.7 (13:30 h) Klug entscheiden, ohne sich in die Haare zu kriegen

Marcus Weiand, ComPax (compax.org)

Dieser Workshop gibt eine Einführung in das „Systemische Konsensieren“. Es ist eine verblüffend einfache Methode zur Entscheidungsfindung, die kreative Lösungen fördert und das Risiko, dass ein Konflikt eskaliert, verringert.

Dr. Marcus Weiand arbeitet am theologischen Seminar Bienenberg am Institut für Konflikttransformation (ComPax). Zusätzlich ist er freiberuflich als systemischer Berater/Coach tätig. Davor war er viele Jahre Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Ingolstadt. Er wohnt mit seiner Familie in Weil am Rhein.

 

B.1 (15:00 h) Kirchen für den Frieden

Ulrich Bachmann, TearFund Schweiz (tearfund.ch)

Im Südsudan leisteten die Kirchen einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung und Konflikttransformation. Sie gelten als Hoffnungsträger. Wir lernen deren friedensfördernde Aktivitäten kennen und fragen nach Möglichkeiten, sie darin zu unterstützen. 

Päsentation (PDF)

Ulrich Bachmann ist bis Ende September 2015 Bereichsleiter Internationale Programme bei TearFund Schweiz. Ab Oktober 2015 übernimmt er die Programmverantwortung für Nigeria und die Leitung des Afrika-Teams bei Mission 21. Er hat Landwirtschaft und ländliche Entwicklung studiert und bildet sich zur Zeit im Bereich der zivilen Friedensförderung weiter..

 

B.2 (15:00 h) „Circles“ – Frieden und Heilung fördern

Claudia Christen-Schneider, Prison Fellowship Schweiz und SIM International (prisonfellowship-rj.ch)

„Circles“ – eine sensible Art, in Krisensituationen Raum für Gespräche zu bieten und damit Frieden und Heilung zu fördern. Der Workshop vermittelt eine praktische Einführung in diese Technik, welche in unzähligen Kontexten eingesetzt werden kann. 

Päsentation (PDF)

Claudia Christen-Schneider arbeitet seit vielen Jahren in einem multikulturellen Kontext und vermittelt  in Konflikt- und Krisensituationen. Sie studierte Konfliktberatung, Mediation, Schiedsgericht und Restaurative Justiz und arbeitete 11 Jahre in Chile. Seit 2014 leitet sie ein Programm in Restaurativer Justiz für Prison Fellowship Schweiz. 

 

B.3 (15:00 h) Friedenspotential Religion - Wer ergreift die Chance?

Tom Sommer, Visual Productions (visualproductions.biz)

Glaubensgrundlagen bringen zum Ausdruck, dass in Spannungen und Konflikten eine Wendung zum Guten möglich ist. Wie kann dieses Potential genutzt werden? Durch konkrete Beispiele lassen wir uns herausfordern, eigene Handlungsoptionen zu finden.  

Universitäre Tierschutzforschung und die Produktion entsprechender Lehrfilme liessen Tom Sommer die Grundkonflikte zwischen Natur und Technik erkennen. Durch seinen Masterstudiengang zu Konflikt und Frieden interessieren ihn die Spannungen in und zwischen Menschen und ihren Wertesystemen und wie man positive Beispiele von Befriedung filmisch umsetzen kann.

 

B.4 (15:00 h) Fair Battles XXL - Sensibilisierung für fairen Konsum

Bryan Haab, Verein Fairplay (fairplay-fairpay.com)

Mit einem 14 x 7 m grossen Kicker erleben wir die Realität eines Lebens unter unfairen Chancen und Spielregeln hautnah. Jede/-r Spieler/-in erhält eine Herkunft, einen Beruf und einen Nach- oder Vorteil und stellt dies im Spiel dar.

Bryan Haab ist Schweizerisch-Kanadischer Doppelbürger und hat langjährige und vielfältige Erfahrung als Social Entrepreneur. Er ist professioneller Bildhauer und Designer und beschäftigt sich mit der Frage, wie kollaborative Kunstformen zu sozialer Gerechtigkeit beitragen können.

 

B.5 (15:00 h) Indonesien – Religionsfrieden?

Rolf Rupp, HMK (hmk-aem.ch)

In Indonesien kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen der muslimischen Mehrheit und anderen Religionen. Wir erhalten einen Einblick in das Wirken von Christen, die zu ihrem Glauben stehen und sich für ein friedliches Zusammenleben engagieren.

Präsentation (PDF)

Rolf Rupp hat in England und Bern Theologie studiert und mehrere Jahre an einer theologischen Hochschule in Sumatra unterrichtet. Mit den indonesischen Christen war er herausgefordert, in einem islamischen Umfeld als Christ zu leben und den Mitmenschen die Liebe Gottes zu zeigen.

 

B.6 (15:00 h) Beten als Friedensarbeit

Frieder Boller, Theologisches Seminar Bienenberg (bienenberg.ch)

Sich betend für Frieden einsetzen. Dazu gibt es hilfreiche Formen und Modelle. Wir lernen Beispiele von Friedensgebeten als Anregung zum Durchführen in der Gruppe/Gemeinde kennen. Im letzten Teil wird es praktisch: Wir beten miteinander für Frieden.

Frieder Boller ist Leiter des Theologischen Seminars Bienenberg (Liestal) und des dort angeschlossenen Instituts für Konflikttransformation (ComPax). Er sympathisiert stark mit dem Ausspruch von Martin Luther King: "Das Gebet ist eine wunderbare Ergänzung unserer Mühen, aber es wäre ein gefährlicher Ersatz dafür."

 

B.7 (15:00 h) Change Maker: Wirkungsvoll durch persönlichen Stil

Wiebke Suter-Blume, StopArmut 2015

Gegen Armut und Umweltzerstörung für eine friedfertige Welt. Wir lernen vier Beispiele von Change Makern in Job und Ehrenamt in der Schweiz kennen und sehen, was umwelt- und sozialbewusstes Handeln konkret bewirkt – bei uns und weltweit. Die vier Stile inspirieren, eigene Wirkweisen zu finden. 

Präsentation (PDF)

Wiebke Suter-Blume ist Raumplanerin und Ökonomin. Nachhaltigkeit ist der rote Faden ihres Engagements im In- und Ausland – als Beraterin für Kommunen, im Management in der Industrie und der Kirchenpflege. Heute leitet Sie bei StopArmut den Bereich Nachhaltigkeit / Fairer Konsum.

 

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