Kirchennetzwerk

Allianzgebetswoche 2019 “Hoffnig für d’Schwiiz”

Kirchennetzwerk für mehr Gerechtigkeit

Gemeinsam mit Nehemia machen wir uns auf die Reise. Um 400 v.Chr. ist Jerusalem am Boden zerstört. Schutt, Asche und Trübsal. Dann trifft Nehemia mit einer Empfehlung des Königs ein. 50 Tage später ist nichts wie vorher. Die Mauer ist aufgebaut. Gott ist wieder im Mittelpunkt. Soziale Ungerechtigkeit ist weitgehend behoben. Die Trübsal weicht dem Glauben an eine hoffnungsvolle Zukunft.

Nehemia hat die Ärmsten gegen die Reichsten verteidigt. Aber er deckte auch moralische Missstände und schädliche Einflüsse auf.

Was können wir als Gemeinde oder als Einzelpersonen gegen die weltweiten Ungerechtigkeiten tun? Gemeinsam mit anderen Organisationen sind wir daran, uns schweizweit zu vernetzen. Die Arbeitsgemeinschaft Klima, Energie und Umwelt der SEA ist zusammen mit der Kampagne StopArmut daran, ein Netzwerk von Kirchen aufzubauen, die kleine Schritte machen wollen hin zu mehr Gerechtigkeit.

Einsatz für Gottes Schöpfung und globaler Nächstenliebe

In Gemeinden laufen dazu bereits vielfältige Aktivitäten. Da gibt es Kleidertausch-Aktionen und Fairtrade-Brunches, hier wird ein Deutschkurs für Flüchtlinge angeboten oder ein Nachhaltigkeitskomitee gegründet. Wieder andere engagieren sich in einem Gemeinschaftsgarten oder führen den Just People-Kurs durch.

Neue Vernetzungs- und Lernplattform in der Schweiz

Dieses Kirchenprojekt verbindet verschiedene Bereiche des kirchlichen Lebens mit Nachhaltigkeit, globaler Gerechtigkeit und Schöpfungsverantwortung. Eine Gemeinde kann online eine Standortbestimmung durchführen wie weit diese Themen in den Gottesdienst (Verkündigung und Lobpreis), in die Verwaltung und Infrastruktur der Gemeinde einfließen. Sind Fragen der Umweltverträglichkeit und Abfallmanagement ein Thema bei kirchlichen Anlässen, Reisen und dem Energieverbrauch des Gebäudes? Wann war Schöpfungsverantwortung oder ganzheitliche Mission Thema einer Predigt oder fand durch andere kreative Formen wie Tanz und Drama ihren Ausdruck? Dient die Gemeinde in irgend einer Form den Menschen in ihrer Umgebung - z.B. Integrationshilfe für Flüchtlinge oder Essensverteilung an Bedürftige?

Die Fortschritte in den verschiedenen Bereichen können mit einem Punktesystem gemessen werden. Gemeinden, die so Proklamation und Demonstration des Evangeliums verbinden, haben die Chance einen Preis zu gewinnen. Es werden auch jedes Jahr Vernetzungstreffen stattfinden. Dort bekommen Interessierte Inputs, wie eine Gemeinde zu einer gerechteren Gesellschaft und nachhaltigen Nutzung unseres Planeten beitragen kann. Auch Erfahrungsaustausch, gegenseitige Ermutigung und Gebet sind möglich. Die Botschaft eines solchen Engagements von Gemeinden ist auch für Kirchenfernstehende klar verständlich - wir haben uns nicht aus der Welt verabschiedet, sondern wollen die Liebe Gottes auch außerhalb unsere Kirchenmauern leben. Und wir verstehen Anbetung Gottes auch durch die Art und Weise wie wir mit seine Schöpfung umgehen.

Nationale Trägerschaft

Vom Eco Church-Modell aus England inspiriert, sind die Projektträger (Arbeitsgruppe für Klima, Umwelt und Energie AKU, A Rocha, Grüner Fisch, StopArmut) ein Schweizer Modell am entwickeln.