Stopp Menschenhandel - 2013

Stopp Menschenhandel - eine Konferenz, die zum Hinschauen ermutigt

Sehr grosses Interesse fand die Konferenz "Stopp Menschenhandel", welche am 2. Nov. 2013 in der Fabrikhalle Bern statt fand. Dass auch die Schweiz von dieser modernen Form von Sklaverei und sexueller Ausbeutung stark betroffen ist, löste bei den 500 Teilnehmerinnen und  Teilnehmern Betroffenheit aus.

Die Referate von Pierre Tami und Simonetta Sommaruga und Irene Hirzel sind nun als Videos online.

Die wichtigsten Inhalte der Workshops haben wir Ihnen zusammengefasst jeweils unter den Workshop-Beschreibungen bereitgestellt.

Berichterstattung der Medien über die Konferenz.

Im Dossier "Stopp Menschenhandel" halten wir viele Informationen und Handlungsmöglichkeiten für Sie bereit. Dieses Dossier wird vor zu ergänzt.

Fenster zum Sonntag: Sehnsucht nach Gerechtigkeit

500'000 Menschen werden laut UNO jährlich nach Westeuropa verkauft und zur Prostitution gezwungen. 3'000 von ihnen gelangen so in die Schweiz. Eine Konferenz von "StopArmut 2015" in Bern stellt sich dem Thema. Mit dabei, Frau Bundesrätin Sommaruga.

3 Ausstrahlungen am 23 u. 24. Nov. 2013  >> Beitrag schauen

Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die als Gastrednerin das Thema aus politischer Sicht beleuchtete, zeigte persönliche Betroffenheit: „Menschenhandel ist ein Thema, das mir an Herz und Nieren geht“, sagte sie. Als Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements sei es ihr ein grosses Anliegen, dass im Kampf gegen den Menschenhandel und gegen die sexuelle Ausbeutung in der Prostitution substantielle Fortschritte erzielt werden können.

Pierre Tami sprach in seinem Vortrag darüber, das es ihm darum geht, den missbrauchten Frauen und Kindern die verlorene Würde zurückzugeben. Die von ihm gegründeten Organisation Hagar in Kambodscha und anderen asiatischen Ländern tut dies seit Jahren durch diverse Angebote. Wenn man den misshandelten und verzweifelten Menschen tief in die Augen schaue, merke man etwas von der tiefen Sehnsucht, ihre Würde und verlorene Freiheit zurückzugewinnen, sagte Tami.

Irene Hirzel,  Projektleiterin bei der Christlichen Ostmission COM, legte in ihrem Beitrag den Finger auf den Zusammenhang von Prostitution, Pornographie und Menschenhandel. Gerade ein steigender Konsum von Pornographie habe in den letzten Jahren den Bedarf an „menschlichem Material“ ansteigen lassen und so viele Frauen und Kinder zu Opfern einer oft brutalen Ausbeutung gemacht.

Immer mehr engagieren sich

Von zahlreichen christlichen Hilfsorganisationen wurden Beispiele von Ausbeutung gezeigt, und wie die ärmsten Teile der Bevölkerung oft in Abhängigkeit und Sklaverei gerieten. An der Konferenz wurden in Referaten, Workshops, Informationsständen und lebhaften Diskussionen viele mutige und kreative Wege aufgezeigt, wie Hilfswerke oder einzelne Personen hinschauen und angefangen haben, sich gegen das Unrecht des Menschenhandels zu engagieren.

 

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