Konferenz 2021

Wasser – Durst nach Gerechtigkeit: StopArmut Online-Konferenz 2021

Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. Amos 5.24

COVID-19 ist überall und hat unseren Alltag grundlegend verändert. Wir schützen uns beispielsweise, indem wir unsere Hände viel öfters waschen. Doch was, wenn das Wasser fehlt?

In den letzten 30 Jahren stieg der Anteil an Menschen mit Zugang zu sauberem Wasser kontinuierlich an. Trotzdem haben noch immer rund 2.1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu einfachsten sanitären Einrichtungen. Jedes Jahr sterben mehr als 2 Millionen Menschen an den Folgen von verschmutztem Trinkwasser, täglich sind es 1000 Kinder unter fünf Jahren. Jean Ziegler, Vizepräsident des Beratenden Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrats, wurde am Start-Event der 12. StopArmut-Konferenz deutlich: «Das Kind, das heute an der Seuche, an Cholera stirbt, wird ermordet. Denn das weltweit vorhandene Trinkwasser würde genügen, wenn es gerecht verteilt würde.»

Felix Gnehm, Geschäftsleiter von Solidar Suisse, machte in seinem Referat deutlich, dass die Schweiz, das Wasserschloss Europas, genug Wasser hat. Aber die Schweiz ist mitverantwortlich für die Wasserknappheit in anderen Ländern. Unser wachstumsbasierter Lebensstil hat grösste Auswirkungen auf die Wasservorräte anderer Länder. Über 3000 Liter Wasser verbrauchen wir durch unseren Konsum pro Tag im Ausland – auch dort, wo es knapp ist. Zudem tragen wir als wohlhabendes Land übermässig zum Klimawandel bei, dessen Folgen besonders im globalen Süden spürbar sind. Was braucht es, dass Wasser gerecht verteilt wird?

Damit das 6. UNO-Ziel – sauberes Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen für alle – bis 2030 erreicht werden kann, müssen wir handeln.

In den Referaten und den Workshops wurden Lösungen präsentiert und Möglichkeiten vorgestellt, wie wir gemeinsam einen Beitrag zu mehr Wassergerechtigkeit leisten können. Am Schluss-Event haben die Teilnehmenden über 60 konkrete Möglichkeiten dazu zusammengetragen, von «weniger Fleisch konsumieren» über «dem Eco Church Network beitreten» bis «Petitionen unterschreiben/abstimmen/wählen». Mit unserem Lebensstil, in unseren Kirchen, in der Wirtschaft und Politik können wir etwas bewegen.

Hier gehts zum Video des Start-Events: www.youtube.com/stoparmut

 

 

 

Die Konferenz wird von StopArmut verantwortet. Wir sind Teil von INTERACTION, einer Arbeitsgruppe der Schweizerischen Evangelischen Allianz.

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