Konferenz 21

StopArmut Online-Konferenz 2021: Wasser - Durst nach Gerechtigkeit

Beinahe 500 Personen haben die Konferenz mitverfolgt, die zum ersten Mal online ausgestrahlt wurde. Zwischen dem 13. und dem 22. März 2021 wurde das Thema Wassergerechtigkeit von verschiedenen Seiten beleuchtet. Eindrückliche Referate und vielseitige Workshops ermutigten und forderten uns auf, uns noch mehr für eine gerechtere Welt einzusetzen.

«Wasser - Durst nach Gerechtigkeit» - Dranbleiben

Wir haben ein Problem. Wir sind mitverantwortlich. Und: Wir müssen und können etwas tun. Die Not und der Handlungsbedarf in Bezug auf Wassergerechtigkeit wurden an der StopArmut Konferenz 2021 offensichtlich, genauso aber auch Lösungsansätze.

Wir haben ein Problem

Wir, das ist die Welt. Täglich sterben Tausende Menschen, weil ihnen der Zugang zu sauberem Wasser fehlt. Jean Ziegler, Vizepräsident des Beratenden Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrats, wurde am Start-Event der 12. StopArmut- Konferenz deutlich: «Das Kind, das heute an der Seuche, an Cholera stirbt, wird ermordet. Denn das weltweit vorhandene Trinkwasser würde genügen, wenn es gerecht verteilt würde.» Spätestens nach dem Workshop «Mehr Klobalisierung» war klar, warum es beim 6. UNO-Ziel für nachhaltige Entwicklung nicht nur um Wasser, sondern auch um sanitäre Anlagen geht. Damit dieses Ziel – sauberes Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen für alle – bis 2030 erreicht werden kann, müssen wir handeln. Dieser Apell wurde immer wieder deutlich hörbar.

>> Hier geht's zum Referat von Jean Ziegler

Wir sind mitverantwortlich

Wir, das ist die Schweiz. Felix Gnehm, Geschäftsleiter von Solidar Suisse, machte in seinem Referat deutlich, dass die Schweiz, das Wasserschloss Europas, noch kein Wasserproblem hat. Wir haben genug Wasser. Aber die Schweiz ist mitverantwortlich für die Wasserknappheit in anderen Ländern. Über 3000 Liter Wasser verbrauchen wir durch unseren Konsum pro Tag im Ausland – auch dort, wo es knapp ist. Und als wohlhabendes Land tragen wir übermässig zum Klimawandel bei, der den Wassermangel noch verschärft, während die Folgen vor allem arme Länder im globalen Süden tragen.

>> Hier geht's zum Referat von Felix Gnehm

Wir, das sind auch die Christen und Kirchen. «Wenn wir ganze biblische Bücher anschauen, kommen wir um das Thema der Gerechtigkeit nicht herum», zeigte Matthias Wenk, Pastor der Kirche BewegungPlus Burgdorf, in seinem Referat auf. Wasser und Gerechtigkeit sind zudem in der Bibel eng verwoben – beide werden als grundlegend dafür genannt, dass Leben möglich ist. «Unterdrückung, Ausbeutung und Ungerechtigkeit führen dazu, dass Gott auch nicht mehr zu den Ausbeutern spricht, selbst wenn diese ihn suchen. Gott suchen und gerecht leben müssen zusammengehen!»

>> Hier geht's zum Referat von Matthias Wenk

Wir können etwas tun

Die Konferenz schloss nicht mit einem erdrückenden Gefühl angesichts des überwältigenden Problems und unserer Verantwortung. «In der Demokratie gibt es keine Ohnmacht», betonte Jean Ziegler. In den Referaten und den Workshops wurden Lösungen präsentiert und Möglichkeiten vorgestellt, wie wir gemeinsam einen Beitrag zu mehr Wassergerechtigkeit leisten können. Sie lassen sich zusammenfassen in 4 Handlungsebenen:

1. Leben: Unseren (virtuellen) Wasserverbrauch reduzieren

2. Geben: Betroffenen helfen & Wasserprojekte unterstützen

3. Fordern: Gerechtere Strukturen fordern und schaffen

4. Weitererzählen: Weitere Menschen sensibilisieren

>> Hier findest du konkrete Handlungsoptionen 

Aufnahme vom Start-Event

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Die StopArmut Online-Konferenz "Wasser - Durst nach Gerechtigkeit" war die zwölfte ihrer Art. Stöbern Sie in den Referaten, Workshops und Fotos vorhergehender Konferenzen in unserem Archiv.